Das Christkind gibt's doch gar nicht

Wahrheit oder Entzauberung?

Früher oder später sehen viele Eltern sich konfrontiert mit dieser alles in Frage stellenden Aussage! War die Weihnachtszeit in den letzten Jahren noch voll magischem Zauber und geheimnisvollen Wichtel-Aktionen, so kommt es doch trotzdem irgendwann raus: Es gibt keinen Weihnachtsmann/kein Christkind etc. 

Die Kinder unterhalten sich in Kita und Grundschule, irgendeiner weiß Bescheid und posaunt es schließlich raus – „die Eltern bringen die Geschenke.“ Illusionen werden zerstört und plötzlich wird den Kleinen klar, dass das alles nur erfunden ist. Während manche Eltern versuchen, diesen Moment der Ernüchterung so weit es geht hinaus zu zögern, verzichten andere direkt von Anfang an auf den „faulen Zaubern“ und lassen die Kinder gar nicht von irgendwelchen geheimnisvollen Fantasie-Gestalten beschenken. Für beide Seiten spricht Einiges und wie immer gibt es wohl keinen Königsweg. 

Kinder im Kindergartenalter glauben nun mal gerne an Fantasiefiguren und sind Meister im magischen Denken – warum sollen Eltern sich das in der Weihnachtszeit nicht zu Nutze machen und alles ein bisschen Ausschmücken um den Zauber lebendig werden zu lassen? Solange niemand zu Schaden kommt und Angst haben muss, eigentlich kein Problem, oder? Aber will man wirklich fremde Sagengestalten mit übernatürlichen Fähigkeiten ins Haus lassen? Will man die eigene Mühe kleinreden und die Anerkennung für die liebevollen Geschenke und Überraschungen an jemanden abgeben, der gar nicht persönlich anwesend ist?

Was bleibt?

Wie weit man gehen will beim Ausschmücken solcher Legenden, dass muss letztlich jede Familie für sich selber entscheiden. Schöne Erinnerungen und Weihnachtstraditionen sind bestimmt vielen Familien wichtig – können aber auch ohne Christkind und Co entstehen und an anderen Dingen festgemacht werden.

Nichtsdestotrotz macht diese zauberhafte Zeit vor Weihnachten auch Erwachsenen noch Spaß und lässt das Kind (oder den Weihnachtswichtel) in uns erwachen. Warum nicht diese Freude weitergeben und darauf hoffen, dass unsere Kinder ganz gerne noch ein Weilchen länger an den Weihnachtszauber glauben – sie werden wohl trotzdem früh genug erwachsen um irgendwann zu merken, dass alles nur gespielt war. Gerade die Weihnachtszeit mit ihren vielen gemütlichen Facetten kann für Kinder und Erwachsene eine Zeit der Besinnung sein und bietet die Möglichkeit Kraft zu tanken. In Phantasiewelten eintauchen, dass macht vielen Kindern Spaß und befeuert die Fantasie.

Habe ich nun gelogen?

Kommen schließlich ernste Zweifel auf an der Richtigkeit, was Weihnachtsmann und Christkind angeht, dann können Eltern sich nichtsdestotrotz auf ein ehrliches Gespräch einlassen. Gemeinsam könnte man herausfinden welchen Weihnachtszauber unsere Kinder brauchen und suchen – um die Weihnachtszeit weiterhin zusammen so gestalten zu können, dass es allen Freude macht und keiner als „Lügner“ dasteht. 

Der "Geist der Weihnacht" zählt

An diesem Punkt können unsere Kinder sicherlich verstehen, dass es eigentlich die wichtigsten Dinge im Leben sind, die man nicht sehen kann. Liebe, Hoffnung und Zusammenhalt gibt es dort, wo Menschen daran glauben und diese Werte lebendig werden lassen - so richtig handfest sind sie trotzdem nicht. 

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